Fahrertraining „Sport“ am Boxberg – Erfahrungsbericht

Nach der ersten Trackday-Erfahrung im letzten Jahr stand für mich fest, gezielter nach passenden Formaten für mich und den Caterham zu suchen.

Ein Highlight war der SMRC Trackday am Circuit de Chenevières. Da der nächste Termin mit (Anfänger) Trackday Option erst im September stattfindet, habe ich nach Alternativen geschaut und bin dabei auf ein Fahrertraining am Boxberg gestoßen. Gebucht habe ich das „Sport"-Training mit Schwerpunkt Kurvenfahren.

Fazit vorab:
Sehr lehrreiches Format, sauber organisiert und fahrerisch ein echter Mehrwert. Eine erneute Teilnahme ist wahrscheinlich.

Rahmenbedingungen

  • Gruppengröße: 4 Fahrzeuge pro Trainer

  • Teilnehmerstruktur: überwiegend Porsche-Fahrer

  • Atmosphäre: offen und entspannt, auch mit dem Caterham gut aufgenommen

Ablauf des Tages

Vormittag (ca. 2,5h)

  • Geführte Runden auf dem Handlingkurs

  • Regelmäßige Unterbrechungen für Theorie und individuelles Coaching

Nachmittag

  • ca. 1h: Drift einleiten und abfangen (bewässerte Fläche)

  • ca. 1h: Freies Fahren auf dem Handlingkurs

    • Zusammenlegung auf 8 Fahrzeuge (2 Gruppen)
  • ca. 0,5h: Fahren auf dem Oval

    • Aus meiner Sicht verzichtbar
  • ca. 1h: Weitere geführte Runden auf dem Handlingkurs

Fahranteil und Strecke

  • Insgesamt knapp 200 km Fahrleistung am Tag

  • Nutzung verschiedener Layouts auf dem Handlingkurs → hohe Abwechslung und guter Lerneffekt

Persönlicher Eindruck

  • Fokus auf saubere Linie und Kurvenverständnis sehr gut umgesetzt

  • Durch kleine Gruppen intensives Coaching möglich

  • Trotz der starken Porsche-Präsenz eine angenehme und respektvolle Stimmung

Ein netter Nebensatz am Rande: Bereits bei der Ankunft gab es vom Streckenposten die Begrüßung „Endlich mal ein richtiges Auto".

Weiterführende Infos

Weitere Details zum Training:

1 „Gefällt mir“

Hi Christian, danke für den Bericht. Hört sich echt nicht cool an :+1:

Ich war gerade kurz auf der Seite und etwas verwirrt, daher für alle Mitleser: Die führen das unter “Trackday”.

Denke das Sport ist eine gute Wahl. Drift ist natürlich Quatsch, wenn man eigentlich die Ambition hat was für den Straßenverkehr und fürs schnelle Fahren auf der Strecke zu lernen. Das “Perfektion” hört sich eher nach was in Richtung ADAC Training an, mit noch bisschen Oval dazu.

Eventuell schau ich mir das auch mal an, 4 Leute in einer Gruppe hört aich nicht verkehrt an :slightly_smiling_face:

Moin Christian,

So wie ich das jetzt auf der Homepage gesehen habe, hat dich das Training einen Tausender gekostet :thinking:

Sehe ich anders. Irgendwann kommt das Fahrzeugt in einen kritischen Fahrzustand - auch auf der Rennstrecke - und dann hast du Unter- oder Übersteuern. Gerade beim Caterham Übersteuern, sprich Drift. D.h. diesen Zustand sollte man - auch eingeschränkt im Straßenverkehr - schon kennen und idealerweise auch beherrschen.

Bzw. noch mal anders : Drift ist geil.

Wenn du dir den Bericht von Christian und die Beschreibung auf der Homepage anschaust, dann ist im “Sport” Training hierzu eine Einheit drin.

Natürlich hast du Recht, dass man sich am Limit bewegt und eben auch das Heck einfangen können muss. Man muss um schnell zu sein aber nicht 270° im Drift fahren. Das ist ja auch die Diskussion, die wir bzgl. möglicher Trainings vor ein paar Wochen hatten.

Das driften Spass macht will ich nicht bestreiten, aber schneller ist es auf der Rennstrecke nicht.

Natürlich kann man das Drift Training buchen, aber dann machst du den ganzen Tag nichts außer driften, beim Sport Training hast du eben explizit auch Zeit auf der Handlingstrecke und trainierst auch andere Dinge, die auf der Strecke wichtig sind.

Mit Sicherheit wäre es am besten, beides zu buchen. Kommt aber eben alles auf die größe des Geldbeutels und die verfügbare Zeit an, dementsprechend werde ich an maximal einem Training teilnehmen, das wäre dann aber nicht die reine Drift Veranstaltung.