Fahrwerk

Hallo zusammen,
wie jedes Jahr in der Winterpause überlege ich was man so alles verbessern könnte und beschäftige mich momentan mit dem Thema Fahrwerk. Aktuell fahre ich das höhenverstellbare Bilstein und überlege auf das Nitron (Wesmo) vom Westermann oder dass Nitron Ntr1 von Jubu zu wechseln. Meteor Motorsport in UK bietet auch einige Fahrwerke an. Ich weiß das hier einige von euch den Wechsel bereits vollzogen haben und mich würde interessieren wie zufrieden ihr seid.
@Marco_Sack , @Martin_We und @Andreas_Seydell so wie ich das in Erinnerung habe, habt ihr auf das Wesmo gewechselt, könntet ihr mir sagen ob man den unterschied im Vergleich zum Bilstein deutlich im Fahrverhalten spürt oder ob es dann doch nur Nuancen sind.
Grüße
Waldemar

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Mein Bilstein war nicht höheneinstellbar - weshalb ich es beim ersten Caterham auch mit dem tief einstellen etwas übertrieben habe.
Mein Nitron ist extrem weich eingestellt, zusätzlich bin ich auch beim Stabi hinten auf weich und vorne habe ich den einstellbaren Stabi auf hart.
Meiner schieb jetzt im Kreisel über alle vier - wenn ichs übertreibe.
Die Ladys, die ich beim Passenger Ride immer mitnehme, sind von der Nicht-Härte meines Caterham immer begeistert.
Die Höhe wird jetzt immer über:

  • vordere untere Lenker horizontal mit Fahrer
  • am hinteren Anlenkpunkt Höhe Chassis gemessen
  • Vorderkante Kotflügel hinten am Chassis + 1 cm

Noch besser ist eine Radlastwaage - zusätzlich, damit kann man dann noch weiter optimieren.
Aber das gibt die Clubkasse noch nicht her.

Oder finden sich ein paar Verrückte die zusammenlegen?

https://www.rennsportshop.com/de-werkstatt-box-service-ausruestung-ausstattung-radlastwaagen-PFM67644-Proform-Radlastwaage-PFM67644.html?gclid=Cj0KCQiA15yNBhDTARIsAGnwe0UBA2nWzWIU07g5LIlIyfn0EdwENhzU3YagSJTrjlAAiY0ej8tRHbcaAqBIEALw_wcB

Das sollte doch kein Problem seien, 6 Leute a 200,-€.
Ich bin dabei👍

Das … war mir klar :rofl:

Und dann machen wir bei Kurt bei jedem Passenger Ride für 10 € eine Fahrzeuggewichtsbestimmung - da fallen dann einige ganz schön aus den Wolken …

Äh - bin auch dabei.

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Ich hab das Fahrwerk ja noch nicht so lange, bin jedoch bis jetzt sehr zufrieden damit. Ich fahre derzeit vorne Stufe 7 und hinten auf 6. Ist in der Einstellung deutlich straffer als das Bilstein, spricht jedoch auch besser an.
Zwischen WESMO und JUBU habe ich auch überlegt. WESMO ist es dann auch wegen der Optik geworden. Bei JUBU kann man jedoch auch schwarze Federn gegen Aufpreis bestellen. Beide Firmen wissen was sie tun und haben einen sehr guten Service.
Wenn man ehrlich ist braucht man jedoch keine 2500 € für ein Fahrwerk ausgeben da das Bilstein für die Straße schon wirklich gut ist. Nitron ist sicher noch ne Stufe besser, ist aber eben auch ne Stange Geld. Wenn man jedoch zusätzlich Freude am basteln hat und sich auch an der sehr guten Verarbeitung erfreuen kann, dann los. :wink:

Martin

Hallo zusammen,

jeder hat ein individuelles Budget und Vorlieben.

Mein Kommentar bezieht sich auf ein eher begrenztes Budget und Fahren auf der Rennstrecke im Grenzbereich, ganz ohne optischen Show-Effekt. Und somit auch vor allem nur auf die Erfahrungen mit meinem C400 (habe noch einen 485 für die Straße).

Nach 2 eher ernüchternden ersten Jahren mit meinem C400 habe ich entschieden, den offensichtlichen Fahrwerksfehlern über Winter selber auf den Grund zu gehen. Entsprechende Literatur und eine gar nicht mal teuer ausgestattete Garage ist dafür Voraussetzung. Und natürlich Tipps von erfahrenen Kollegen (z.B. Frank Halbe, RIP!)
Ich war erschrocken, welche Fehler im Fahrwerk waren und konnte diese ohne einen Euro in die Hand zu nehmen (bis auf 50 € für Literatur) selbst beseitigen.

Seither haben sich meine Rundenzeiten sehr deutlich verbessert. Anfangs ‚schlagartig‘, weitere Verbesserungen waren dann eher zäh. Aber das ist normal.

Ich kann nur jedem raten (und habe das auch von Kurt vor fast 6 Jahren, nach der Bestellung des 485 schon so gehört) erst mal viel ‚am Anschlag‘ auf der Rennstrecke zu fahren.

Der Caterham hat so viele Einstellmöglichkeiten, die Reifen müssen verstanden werden, Streckenbedingungen usw., usw… Erst dann macht die Investition in ein einstellbares Fahrwerk Sinn. Ein perfektes Fahrwerks- und Reifenverständnis kann beim Caterham 50 PS fehlende Leistung auf Caterham-gerechten Rennstrecken, locker kompensieren. Ganz ohne jeden Euro. Da gibt es ja beim SMRC ein gutes Beispiel.

Ich bin weit davon zu behaupten, dass ich so weit schon bin und fahre auch deshalb immer noch mein uraltes, höhenverstellbares Bilstein.

Investiert das Budget erst mal in Trackdays und lernt erst mal Euer Auto kennen. Tauscht Euch mit anderen Teilnehmern aus. Dann wird es nach Jahren unter Hundert von uns nur Einen geben, der die Unterschiede der Hersteller einstellbarer Fahrwerke wirklich beurteilen kann. Also über die Farbe der Federn hinaus. :thinking:

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Vielen Dank für eure Antworten und Anregungen. Da mein Budget begrenzt ist werde ich vorerst auf das Fahrwerk verzichten und lege mir ein carbon aero screen von classic carbon zu. Den Rest investiere ich dann in Trackdays :wink: und in die Abstimmung vom jetzigen Bilstein.

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@JerryCat
Was für Fehler waren denn bei dir im Fahrwerk und welche Literatur hast du gekauft? Interessiert hier sicher einige. :+1:
Technisch ist ein anderes Fahrwerk in den meisten Fällen sicher nicht erforderlich(hatte ich ja oben schon geschrieben), da mache auch ich mir nichts vor. Wenn man es aber möchte und es einem Freude bereitet gibt es wenige Argumente dagegen. Auch ein 485 für die Straße ist technisch nicht wirklich erforderlich und den Aufpreis zu kleineren Modellen könnte man auch anders unter die Leute bringen. Aber es macht glücklich und ich denke bei unseren Soielzeugen steht das schon ganz weit oben auf der Liste. :wink:

Martin

Ganz zu Anfang hat mir das Buch ‚ Going Faster!‘ von Skip Barber Racing School geholfen.
Für die technische Optimierung:
Fahrdynamik in Perfektion: Der Weg zum optimalen Fahrwerks-Setup von Wolfgang Weber. Das 2. Buch zu diesem Thema fällt mir gerade nicht mehr ein.
Mein gebraucht gekaufter C400/Bj.2007 war tiefergelegt und man hat sich wohl auch an Radlastausgleich versucht. Das Problem dabei: die Fahrwerksbuchsen wurden dazu zuvor nicht gelöst. Das war die für mich wichtigste Botschaft des Buches. Als ich an der VA mit Lösen der Buchsen begonnen habe, hat es erst mal laut geknackt. Die Gummis waren permanent unter Spannung gewesen!
Dann war auch schnell klar, warum das Auto immer in der Querachse so schräg dastand: Mit Vorspannung in den Elastomeren lässt sich keine Radlast einstellen. Man hat es dennoch versucht und damit sehr unterschiedliche Höheneinstellungen der Bilstein erreicht.
Zu einem späteren Zeitpunkt habe ich auch die Ursache für die sehr ausgeprägte Bevorzugung von Linkskurven gefunden: der Nachlauf links/rechts war unterschiedlich. Mit entsprechenden Versetzten einer Distanzscheibe (2,2mm) war das schnell gelöst.
Ebenso von Anfang an war der Regelbereich meines Bremskraftreglers überfordert. Die HA überbremste bzw. stuckerte. Ich habe das mit einem weicheren Pagid-Belag gelöst.
Dann mit einem Schnurgerüst die Nachspur der VA eingestellt (das geht wirklich sehr gut) und den Sturz erhöht. Daran bastle ich aber permanent herum und habe den Kompromiss für eine Traumeinstellung noch nicht gefunden.
Mit meinen Caterham-Trackday-Freunden hört auch die Diskussion über den ‚richtigen‘ Luftdruck nie auf. Hier gibt es Unterschiede von fast 1 bar.
Natürlich hätte ich gerne ein 2- oder 3-Wegefahrwerk. Vielleicht gehen die Bilstein ja doch mal kaputt.
Mit dem 485 hast Du natürlich Recht. Der steht übrigens fast nur noch in der Garage oder dient der Nachbarschaftspflege. Man kann da bekanntlich viel Freude machen.
Mein C400 wird oft mehr oder weniger deutlich belächelt. Mindestens genauso häufig sprechen mich dann während eines Trackdays wildfremde Franzosen an und kommentieren Auto und Fahrer durchaus anerkennend.
Ich gehöre mittlerweile zu den Typen, die zuhause erst mal einen Ölwechsel und Racecheck machen bevor sie ans Putzen der Karosserie gehen. Und die sich diebisch freuen, wenn man von GT3 und Radical überholt wird, sich auch noch im gesetzteren Alter von 65 davon anstecken lässt, mit letzten Reserven aufschließt und zusehen darf, wie sich die wackeren Mitstreiter durch Dreher oder Überbremser verabschieden. Früher wurde ich im SMRC mindestens 1-mal überrundet.
Ich habe mich von dem teuren Schönheitsfetisch (ich war ein total verrückter Caterham-Freak) jedenfalls verabschiedet und war auch noch nie ein Freund von Kaffeefahrten oder großen Clubtreffen. Werde mir kommende Woche wieder eine Fotovoltaik-Anlage kaufen. Für die 10.000 € könnte ich meinen C400 voll aufpimpen. Aber jeder hat seine eigenen Prioritäten.

Aber Ihr habt im Leben was verpasst, wenn Ihr mit Eurem Caterham keine Rennstreckenerfahrung gesammelt habt. Dazu braucht es nicht viel Geld. Und ich helfe dabei gerne.

Nur das sollte meine Botschaft sein.

Harald

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Hey Harald, das Buch wird mir dann wohl der Weihnachtsmann bringen, danke für den Tipp :+1:

Caterham Deutschland hatte in diesem Jahr eine Präsentation an dem auch so einige andere Caterham Fahrer sich getroffen haben. Das Auto was mich am meisten fasziniert hat war ein weißer Caterham mit Saab Turbo. Du kennst den Besitzer sicher auch, denn er fährt wohl auch hier und da mal auf der Strecke mit dem SMRC. Das Auto war wirklich, rein optisch, weit weg von einem perfekten Zustand. Kampfspuren und deutlich gekennzeichnet von den verschiedenen Ausbau-und Umbaustufen. Ich bewundere das sehr wenn Leute die Fähigkeit haben mit viel Hirnschmalz und wohl auch viel technischem Verständnis solche Umbauten zu tätigen.
Du hast natürlich Recht, die inneren Werte sind entscheidend und funktionieren muss es, Optik kommt danach, wenn es überhaupt gewünscht wird.

Grüße, Martin

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Buch ist bestellt!

Hab bei der Suche nach dem Buch folgendes YouTube Video gefunden Skip Barber Going Faster - YouTube

Eben angekommen.

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Antiquariat ?
Ohne scheiß - heute wird ja alles eletronisch gemacht.
Was steht in der Auflage?

Überarbeitet 2018

Geht mir aber darum das Fahrwerk und die möglichen Einstellungen sowie deren Folgen besser zu verstehen.