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Komplett Aufbocken?

Hi,
habe mal wieder eine absolute KFZ-Anfängerfrage: ich möchte mich endlich mal an die Versiegelung gegen Nässe machen, fand aber die Terminfindung in einer Mietwerkstatt für eine Hebebühne sehr unpraktisch.
Zu Hause habe ich sowas natürlich nicht und frage mich, ob man den Wagen mit zwei Rangierwagenhebern erst vorn und dann hinten anheben und auf Unterstellböcke wie diese hier stellen könnte:
Unterstellbock
Folgende Probleme befürchte ich dabei; vielleicht hat ja jemand Erfahrungen damit:

  1. Die Böcke haben recht kleine Auflageflächen. Dafür gibt es zwar Gummipuffer, aber ist das nicht zu viel Last auf einem so kleinen Abschnitt des Stahlrohrrahmens?
  2. Die Hebepunkte des Seven sind nicht gerade groß. Ist überhaupt genug Platz, um den Wagen erst mit einem Wagenheber anzuheben und dann (am selben Hebepunkt) auf einem Bock abzusetzen?
  3. Steht der Wagen auf solchen Böcken sicher genug, um darunter zu arbeiten? Ich habe die Horrorvorstellung, dass die Böcke umkippen und ich liege drunter…
  4. Kann man den Wagen überhaupt mit zwei Wagenhebern vorn bzw. hinten so hoch heben, also immer ein kleines Stück an einer Seite und dann ein Stück an der anderen Seite? Verzieht sich dabei nicht der Rahmen?

Oder gehe ich das Ganze total falsch an und es gibt eine viel bessere Möglichkeit? Wie arbeitet Ihr unter dem Auto?

VG
Mike

Ich hab mir einen Trapezwagenheber gehlt.
Hinten am Diff, vorne an der Kreuzstrebe, so hebe ich immer eine Achse komplett hoch.
Nützt Dir aber nixh, weil beim Hochheben der Wagen in Richtung Wagenheber gezogen wird.

aber musst Du denn alles auf einen Streich machen?

Und noch eine Frage:
Was soll die Versiegelung versiegeln?

Den pulverbeschichteten Rahmen?
Das Aluminiumblech?

Wenn Ihr nicht ins Streusalz vom Schnee kommt, …

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Hmm, und das steht stabil genug mit einem Trapezwagenheber? Da hätte ich echt Angst. Aber wenn es reicht eine “Achse” anzuheben, um ordentlich drunter zu kommen, dann bin ich zufrieden.
Die Anleitung sagt allerdings man dürfe ihn nur jeweils außen hinter den Radaufhängungen anheben. Ist das mal wieder nur die halbe Wahrheit, weil man das eben zu Reifenwechsel so macht?

Was die Versiegelung angeht: ich würde gern eine ordentliche Schutzschicht drauf machen, denn ich habe jetzt schon vorn am Lenkgestänge mindestens eine Macke mit Flugrost in der Pulverbeschichtung, und der Wagen ist gerade einmal drei Monate alt. Da ich ihn auch bei moderatem Regen fahre haben auch die frei liegenden Gewinde an den vorderen Radaufhängungen schon nach wenigen Wochen Rost angesetzt. Das geht ja mal gar nicht. :wink: Ich will mich um diese Roststellen kümmern, aber das geht nicht ohne ordentlich drunter zu kommen.

Hinten ncht am Diff - hab wohl schon gepennt - am Achsrohr!!!

Hallo Mike,

Alternativ zum Scherenheber schau mal nach Rangierwagenheber. Hier bewegt sich nicht das Auto sondern der Wagenheber - natürlich muß der Untergrund entsprechend “glatt und tragfähig” sein das dieser sich frei bewegen kann.

Hiermit ist Dein Plan, des anhebens und auf Böcke stellen, “sicherer” möglich.

Das Problem mit dem Flugrost ist jedoch nicht wirklich eines?! Ungeschützte Gewinde findest Du an jedem Auto (wenn Dich das stört hilft etwas Fett) und Steinschläge an der Vorderradaufhängung wird es auch immer geben …

VG Dirk

Ich bin allgemein kein Freund von Pulverbeschichtungen. Die Vorbehandlung muss wirklich sehr sehr gut sein damit sie von Dauer ist, leider wird hier eben gerne gespart weil der Endverbraucher es erstmal nicht sieht. Wie die Qualität bei Caterham ist kann ich leider nicht beurteilen und lasse mich gerne eines besseren belehren. Ich habe den Unterboden mit Wachs behandelt und in die Stellen wo das blanke Alu um den Rahmen gelegt Fluid Film ASR laufen lassen. Vielleicht unnötig, schadet aber sicher nicht.
Zum eigentlichen Thema. Ich fahre den Caterham mit der Hinterachse auf Auffahrrampen und hebe ihn vorne mit einem Rangierwagenheber an der Kreuzstrebe an. Habe einen sehr flachen Heber von Kunzer, sehr robust und gut. Nun kann man den Caterham vorne auch noch mit Unterstellböcken sichern und es kann nichts mehr passieren. Die Nase muss vorher ab um mit dem Heber gut an die Kreuzstrebe zu kommen.

Grüße
Martin

Hi,

Rangierwagenheber hatte ich aus genau dem Grund auch schon im Auge. Wenn ich mal alle Tipps zusammen fasse:
Hinterseite mittels Auffahrrampen anheben. Was haltet Ihr von sowas hier, das man hydraulisch noch etwas höher heben kann:
Auffahrrampe

Vorderseite mit Rangierwagenheber in der Mitte an der Kreuzstrebe anheben; vorher die Nase abnehmen. Dann mit Unterstellböcken sichern.

Einziger Nachteil bei diesem Vorgehen: da die Hinterräder auf den Rampen stehen, kann man sie dabei nicht abnehmen. Aber irgendwas ist ja immer. :slight_smile:

Tja, die Meinungen gehen da stark auseinander. Die einen sagen “fahr ihn einfach”. Meine kleine Werkstatt (mit Oldtimer-Erfahrung) dagegen sagte “um Himmels Willen fahren Sie den nicht bei Regen, der korrodiert Ihnen weg!!”. Ich denke daher ich gehe auch lieber auf Nummer sicher, und irgendwann muss ich eh mal unter den Wagen.

Ich werd mal ein paar Bilder von meinem machen - von unten.
Bei schönem Wetter :wink:

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