ich weiß dass diese Frage natürlich nicht allgemein beantwortet werden kann, aber dennoch irritiert es mich ein wenig dass ein Großteil der über die letzten Jahre angebotenen 485 teils mit sehr geringen Laufleistungen bereits einen neuen/überholten Motor etc. besitzen.
Woran liegt es ? Oder ist es nur mein Empfinden?
Klar kann man ein Caterham nicht mit einem Fahrzeug aus der Großserie vergleichen und natürlich gibt es hier und dort Qualitätsmängel mit denen man leben muss.
Dennoch bin ich etwas verunsichert, da ich selbst kein großartiger Schrauber bin und deshalb kein Interesse daran habe mir alle 10 tsd. km über ein neuen Motor, Getriebe etc. Gedanken zu machen.
mein Empfinden sagt mir, dass der Großteil der 485 noch keinen neuen Motor hat.
Der 485 ist trotz offiziellen 120 PS / Liter und Schmiedekolben sehr haltbar.
Ausfälle liegen meistens an fehlender oder falscher Wartung, wenn wir Anrufe bekommen, wie man den Ölstand checkt, aber der Service dann trotzdem selbst gemacht wird…
Motoren werden nicht richtig warm gefahren…
Für die Straße hat der eigentlich zu viel Leistung, viele 485 werden auch fast ausschließlich auf dem Track eingesetzt.
15.000 km auf der Rennstrecke sind nicht wenig bei hohen Dauerdrehzahlen.
Durch einen regelmäßigen Pleuellagertausch nach X-Stunden hätte man einige dieser Motoren bestimmt vor dem frühen Tod bewahren können.
Ich denke, wenn man den 485 überwiegend auf der Landstrasse bewegt, ist es das falsche Auto. Er hat dafür viel mehr Power als man nutzt und der hochgezüchtete Motor muss eben auch öfter mal angeschaut werden.
Das Thema wie man den Ölstand korrekt misst, kommt da noch oben drauf.
Für einen Trackday oder die Rennstrecke ist der 485 schon ganz weit oben.
Die Frage ist, was willst Du mit dem Auto machen?
Bei mir läuft er ca. 90% Straße und 10% auf Trackdays. Also die meiste Zeit am Wochenende bei gutem Wetter in der Heimat wenn es um reine „Motorleistung“ und „Geschwindigkeitszuwachs“ geht, dann finde ich den 485 für die Straße nicht unbedingt übermotorisiert… aber 150 km/h fühlen sich ohne Scheibe an wie 280 km/h
Moin HansDampf! Mein 485 hat mittlerweile über 20.000 km auf der Uhr, hat tatsächlich nie irgendwelche nennenswerten Macken gehabt. Sicher, es leuchtet mal die Motorkontrollleuchte, aber das Auslesen hat nie irgendwelche gravierenden Sachen ergeben.
Klar, man sollte schon in der Lage sein, bei einer Trockensumpfschmierung den richtigen Ölstand zu ermitteln. Und das nicht bloß alle 1000km.
Ich fahre ihn immer akribisch warm und bringe ihn jedes Jahr bei einem Profi in Hamburg (Timmy Gritzki bei Morgan Hamburg) zur Wartung. Timmy hat selber mal bei Caterham in England gearbeitet, soweit ich das weiß. Selber warten tue ich nicht, da kann man m.E. zu viel “verschlimmbessern”. Hab da einfach zu wenig Ahnung von.
Kann natürlich sein, dass ich ein absolutes “Freitagsauto” erwischt habe. Und bezüglich Leistung: haben ist doch besser als brauchen. Klar, am Limit kann ich diesen Wagen auf der Landstraße nicht bewegen. Egal, schone ich eben den Motor!
Alle Duratec haben Tassenstößel.
Wir kontrollieren das Ventilspiel bei jedem Pleuellagertausch.
Wenn wir einen Cosworth 2.0 oder 2.4 neu aufbauen, kontrollieren wir nach der Einlaufphase.
Danach verstellt sich so gut wie nichts mehr.
Hier mal eine Frage, die viele 485 Besitzer interessieren könnte.
Auf mobile wird ein blauer 485 SV angeboten. In dem Angebot wird auf einen Tuner (Philip Gerber) verwiesen, der aus 218/219 PS haltbare 240 PS gemacht hat. Da ich kein Seven IG Mitglied bin, kann ich dazu nicht mehr recherchieren. Der Artikel aus dem Seven IG Magazin ist dort leider nur in Auszügen zu erkennen (siehe unten).
Ist das eventuell der gleiche Tuner, der auch am 485 von Christoph gewerkelt hat? Eventuell kann er dann dazu etwas sagen. Ich weiß nur von Paul, dass der Tuner in der Schweiz ansässig ist, aber kenne den Namen nicht.
Zum Thema Langlebigkeit könnte man auch fragen, ob die CSR 260-Fahrer ihrem Motor alle 5.000 Meilen eine Motorrevision gönnen - so wie von Caterham empfohlen …
Die aus meiner Sicht entscheidenden Faktoren für die Haltbarkeit sind vor allem der Einsatzzweck sowie die regelmäßige Wartung. Bevor ich mich für den Kauf des CSR260 entschieden habe, habe ich mich intensiv mit dem Thema Motorrevision beschäftigt. Sowohl aus Großbritannien als auch aus Deutschland wurden dabei immer wieder ähnliche Erfahrungen berichtet: Im normalen Straßenbetrieb sind die Motoren eher wenig belastet und entsprechend langlebig. Natürlich gibt es wie bei jedem Motor bestimmte Punkte, auf die man achten beziehungsweise die man kennen sollte. Für meinen persönlichen Einsatzzweck halte ich eine Motorrevision bereits nach 5.000 Meilen allerdings für absoluten Blödsinn. Mir hat jedenfalls niemand berichtet, dass er seinen CSR260 tatsächlich alle 5.000 Meilen zur Revision bringt, und es sind durchaus einige Fahrzeuge unterwegs. Gerade in Großbritannien, wo das Thema Trackday deutlich ausgeprägter ist als bei uns laufen die Motoren ohne große Probleme.
Bei ALLEN 2.3 und 2.4 Duratec sind die Pleuellager die empfindliche Stelle!!!
Bei regelmäßigen Trackdays und hohen Dauerdrehzahlen sollten die Pleuellager lieber
1 x zu viel kontrolliert werden.
Ja, beim Bummeln auf der Straße halten die Pleuellager locker 40-50.000km ohne Probleme.
Bei unseren 2.4 im Renneinsatz und großen GP-Strecken tauschen wir alle 25-30 Std !!!
Wenn nicht rechtzeitig, hat die KW schon Spuren!
Gerade einen schottischen Straßen CSR 260 bei uns in der Werkstatt…
Kunde hat das Auto gekauft und ist 1 x Spa gefahren, davor war das Auto angeblich in UK bei gelegentlichen Trackdays…
Ergebnis Pleuellagerschaden, 2.3 Blöcke gibts nicht mehr, mal schauen was wir machen…
Hatte bei meinem 2.3 die 1. Motorrevision bei 70 Tkm, Fehler war Ölmangel durch zu wenig Kontrolle - neue Kurbelwelle, neue Pleuel, neue Ölpumpen, etc.
Jetzt habe ich 180 Tkm runter, immer viel bzw. zuviel Öl drin und er schnurrt und schnurrt und schnurrt.
Genau dieses Thema hatten wir am Ende der Veranstaltung bei Westermann ebenfalls besprochen. Mein Motor hat bisher erst 15.000 gelaufen, und ich werde lieber frühzeitig investieren, bevor er irgendwann so aussieht wie auf den Bildern. Genau das sind eben die Punkte, auf die man achten sollte: Ölversorgung und Pleuellager.
Ölwanne runter, Pleuellagerdeckel aufmachen, also ausbauen.
Wenn die Pleuellager noch ganz gut aussehen, werden nur die getauscht, Ventilspiel kontrolliert, fertig.
Wenn die Pleuellager schon etwas angegriffen sind, machen wir auch die Hauptlager auf und tauschen dann ggf. auch die.
Die Motoren mit Schmiedekolben brauchen immer etwas Öl, das stört nicht.
Motor bauen wir immer aus, ist schneller und meistens schadet es nichts die Mitnehmerscheibe bei der Gelegenheit gleich zu tauschen.
Auch Undichtigkeiten an dem kuriosen Trockensumpf bzw. Ausrücklager werden dann entdeckt.
Unsere 2.4 laufen alle mit Raceline Trockensumpf und externem Tank, sowie neuer Kupplungsglocke mit Standard Ausrücklager.