ich habe erstmalig Probleme mit meinem 485 Baujahr 2020, mit dem ich vor der Übergabe an den künftigen Eigentümer nochmals eine kleine Reise unternehmen wollte.
Nach Umrüstung auf Toyo Reifen (letzte Woche) zeigte mein Kilometerzähler nur 1/3 der gefahrenen Kilometer an. Geschwindigkeitsanzeige hatte keine Abweichung.
Rund 400 Kilometer später fängt die Nadel der Geschwindigkeitsanzeige stark zu springen an.
Nach weiteren 20 Kilometer ist der Tacho komplett tot und Motorkontrolleleuchte dauerhaft an, Fahrzeug regelt bei 4000 Umdrehungen ab.
Nun sitze ich im Urlaub und stelle mir die Frage ob ich den Caterham so weiterhin bewegen sollte, um zumindest am Sonntag die Heimfahrt von 360 Kilometern antreten zu können.
Habt ihr eine Idee was das Problem sein könnte?
Rein ins blaue geraten würde ich auf einen defekten Sensor tippen, was eine Weiterfahrt (gemütliche Fahrweise) nicht ausschließen sollte.
Leider kann ich den Fehler nicht auslesen, da ich das Gerät dafür Zuhause liegen habe, da nie Probleme gehabt.
Durch die beiden Muttern kann man den Abstand einstellen; der ist ziemlich empfindlich. Bei mir ist eine kleine schwache LED eingebaut, die beim händischen Drehen der Achse schön blinkern sollte. Solange hin und her anpassen, bis es ringsum passt und blunkert.
Hier noch was basteliges mit mehr Bildern gefunden (aber nicht gelesen):
ich bin auch ein 485 Fahrer mit dem ein oder anderen “Problemchen”.
Zu der schwankenden Tachonadel und dem zu wenig anzeigendem Wegstreckenzähler:
Das hatte ich auch nach einer gewissen Laufleistung. Mal weniger, mal mehr und irgendwann gar nix mehr. Das Problem war relativ einfach gelöst (Tipp von Kurt, also ein “bekanntes” Phänomen): Wie schon von den Vorrednern beschrieben, den Sensor ein ganz ganz bisschen in Richtung Zahnkranz drehen, wenn die beiden Muttern (große und kleine) gelöst sind. Auf keinen Fall zu weit !!
Das mit den Muttern war auch irgendwie tricki. Schau Dir das genau an. Ich hatte das Prinzip auch erst im 2. Anlauf verstanden. Danach gut “handfest” festziehen . Danach war seit 2018 bis heute Ruhe.
Nun zu dem anderen Problem:
Bei dem Tachnadelproblem war nie die Motorkontrollleuchte an. Die leuchtete bei mir nur bei meinem Zündkabelbaumproblem. Durch zu fest angezogenen Kabelbinder (die Motorexperten von VW haben die Hände über dem Kopf zusamme…) kam es mit der Zeit zu ähnlichen Symptomen.
Das Kappen der straff angezogenen Kabelbinder brachte keinen dauerhaften Erfolg. Erst der Austausch des gesamten Zündkabelbaums.
Ich tippe auf ein Zündelektronikproblem. Ich würde die Carbonabdeckung abschrauben, mir den Kabelbaum mal auf “Quetschungen” anschauen und ggf. entspannen mit lockereren breiteren Kabelbindern. Danach die Batterie mal kurz abklemmen und dann beten. Danach eine kurze Runde drehen. Wenn der Motor dann ruhig läuft und sauber am Gas hängt, die Kühlmitteltemperatur im gewohnten Bereich steht (bei mir um die 90 ° und 95 °an der Ampel bis dann der Lüfter anspringt) und nix blau oder weißlich qualmt, würde ICH dann mit vorsichtiger Fahrt ab nach Hause düsen.
PS: Ich habe aber auch einen ADAC EURO Schutzbrief für alle Fälle.
Wenn man die zulässige Datenmenge für Videos von 3 auf 10 MB oder mehr erhöhen würde, könnte ich auch längere Videos einstellen. Und nein ich bin nicht bei Youtube oder so.
Für mich klingt das aufgrund der Motorkontrolleuchte nach der Lima. Da dürfte der Regler defekt sein. Das erklärt auch das springen des Tachos.
Geh zum nächsten Bosch Dienst, oder einer Werkstatt und lass die Lima überprüfen.
Sorry, wenn ich widerspreche.
Wenn der Tachosensor nicht den richtigen Abstand hat, springt das Signal!
Spinnt der Sensor und das Tachosignal feht, ist die ECU so programmiert, dass sie einen Fehler setzt und nicht mehr Drehzahlen als 4000U/min zulässt.
Schon sehr viele Male bei uns in der Werkstatt der Fall gewesen.
Man muss auch nicht zwingend den Sensor lösen, verbiegen des halter führt oft schneller zum Erfolg, weil der Sensor sehr sensibel ist.
Ja, der sensor zeigt die korrekte Einstellung durch die integrierte LED an.
Wir prüfen die korrekte Einstellung dann auf der Bühne bis über 200 km/h.
Bei normalen Fahrversuchen benötigt man meisten mehr Zeit.
Du bist Spezialist auf 485 und neueren Caterham?
Habe heute alleine wieder 2 Anfragen von Werkstätten bekommen, die mit Sigma und Jenvey nicht weiter kommen…
Schon sehr komisch wo manche /bekannten) Caterham Probleme so landen.
Warum sollte bei einer defekten Lima NUR der Tacho springen?
Bei dem von Dir beschriebenen / vermuteten Defekt zappeln dann alle Instrumente.
Vielen Dank für die zahlreichen Ideen. Arbeitsbedingt ist es mir nicht möglich diese Woche das Problem anzugehen.
Ich denke jedoch auch dass es das von Carsten beschriebene ist. Alles deutet darauf hin da das Problem schrittweise kam.
Ich werde am Wochenende das Rad (hinten rechts) abnehmen und mir den Sensor anschauen. Sporadisch, z.B. wenn über Bodenwelle gefahren wird, zuckt der Tacho nochmals kurz daher denke ich dass der Sensor kein Kontakt hat.
Hallo March,
Der Sensor hat einen Schaltabstand von 0.8mm
Und muß dem Zahnkranz ganz sehen.
Der Zahnkranz ist auf der Antriebswelle nur aufgesteckt. Bei mir hat sich der Zahnkranz immer wieder verschoben.
Erst als ich den Zahnkranz mit loctite ein geklebt habe hatte ich ruhe.
Bei der ersten Ausfahrt mit meinem Sigma Superlight (EU4-Modell mit Ford/Siemens-Steuergerät und Visteon-Kombiinstrument) bemerkte ich zunächst ein leichtes Zittern der Tachonadel. Dieses entwickelte sich im weiteren Verlauf zu starken Ausschlägen und endete schließlich im Totalausfall des Tachometers. Gleichzeitig leuchtete die Motorkontrollleuchte auf. Beim Auslesen wurde der Fehlercode P0500 (Vehicle Speed Sensor) gespeichert.
Der Caterham fuhr sich nach dem Auftreten des Fehlers spürbar träger, die Performance war deutlich reduziert. Eine Drehzahlbegrenzung trat jedoch nicht ein. Offensichtlich gelangte kein plausibles Geschwindigkeitssignal vom induktiven Näherungssensor zum Steuergerät, wodurch der Fehler gesetzt und gespeichert wurde. Das Tachometer selbst greift das Signal offenbar im Kabelbaum ab.
Leider liegt mir kein Stromlaufplan für das EU4-Modell vor. Der verwendete Sensor ist jedoch unkompliziert auszubauen, und seine Schaltfunktion lässt sich mit einem Netzgerät und Multimeter relativ einfach überprüfen. In meinem Fall schaltete er bereits bei einem Abstand von etwa 3 mm – deutlich zu groß für einen zuverlässigen Betrieb.
Aufgrund der rauen Arbeitsumgebung (Vibrationen, Feuchtigkeit, Salz und Temperaturwechsel) ist ein altersbedingter Ausfall nach 16 Jahren Betrieb nicht überraschend. Wahrscheinlich haben sich die elektrischen Eigenschaften des Sensors verändert, etwa durch Alterung der Spule oder des Kondensators im analogen Baugruppenteil. Dadurch ist der Signalpegel gesunken, und der nachgeschaltete Komparator hat zu früh ausgelöst. Dies würde den deutlich vergrößerten Schaltabstand erklären. Nur eine Vermutung…
Der Sensor konnte dann Zähne und Luftspalte des Reluktorrades letztlich nicht mehr zuverlässig erfassen, und auch eine Repositionierung brachte keine Verbesserung. Meine Zahnscheibe lief etwas unrund. Ich konnte eine Abweichung von 0,2 mm ausmessen. Ich denke das ist noch nicht kritisch. Ablagerungen von Bremsmetallstaub an der Sonde und schlechte Masseverbindung konnte ich ausschließen. Es musste also ein neuer Sensor her. Also die Leitungen des defekten Sensors am AMP Econoseal-J-Stecker ausgepint und den neuen Originalsensor (Telemecanique/Schneider XS108B3NAL2, ca. 30 €) eingepint. Beim Einbau habe ich einen Schaltabstand von etwa 0,85 mm (vorher 1.5 mm) eingestellt. Damit funktioniert das System bislang einwandfrei.
Grundsätzlich kann auch ein anderer Sensor verwendet werden, sofern er die gleichen Spezifikationen erfüllt und eine Schaltfrequenz von mindestens 2500 Hz erreicht. Günstige Modelle aus Fernost erreichen häufig nur 250–500 Hz und sind für diese Anwendung meist nicht zuverlässig und schnell genug ( Habe ich ausprobiert. 5 Euro sind zu verschmerzen). Ab 2017 verwendet Caterham nicht mehr den XS108B3NAL2. Er wurde durch ein schmaleres ( M5?) und wohl robusteres Bauteil abgelöst. Wer diesen Sensor in seinen älteren Caterham einbauen möchte, braucht dann natürlich auch den passenden Adapter für das M8 Gewinde. Für die beschriebenen Arbeiten sind keine besonderen handwerklichen Talente erforderlich. In meinem Fall war ein bisschen guter Wille und Neugier ausreichend.
Das kann ich bestätigen. Hatte vor 3 Tagen ebenfalls das Problem mit der springenden Tachonadel und 1x kurz für ein paar Sekunden auch gar kein Signal mehr. Ich hab dann mal den Sensor gecheckt, mit Lehre gemessen war er von der Distanz her ziemlich exakt bei 0,8 mm, allerdings war er nur zu 80-90 auf den Zahnkranz gerichtet und eben nicht mit vollem Umfang. Jetzt schaut er komplett auf den Zahnkranz, Distanz habe ich nicht wirklich verändert. Tacho läuft jetzt sehr weich und zappelt kein bisschen, hoffe das bleibt so